C-Jugend wieder nicht belohnt

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Die C-Jugend bringt sich am Ende mal wieder selbst um den Lohn ihrer Mühen und unterliegt zu Hause nach eigener 3:1 Führung am Ende mit 3:4 (2:1) gegen den KSC 1864 Leipzig.

Nachdem man am Dienstag gegen die SpG Großpösna/Fuchshain nicht die besten Leistungen auf dem Platz zeigen konnte, sollte im Heimspiel nun einiges besser gemacht werden. Im Freitragstraining arbeitete man gut mit und werkelte intensiv an der Defensivarbeit. Das zahlte sich auch aus, war man in den Zweikämpfen heute wesentlich präsenter und überstand die ersten Minuten dieses Mal ohne den obligatorischen Gegentreffer. In der 17. Minute dann ein Freistoß für Seehausen, der Ball landete bei Justin Hauschild, der allein leicht abseitsverdächtig im Strafraum stand und das 1:0 erzielte! Wenige Minuten später hatte man sogar die dicke Chance zu erhöhen, doch Ahrend Kullrich scheiterte beim Abschluss. Leider wurde das auslassen der Großchancen aber wieder bestraft, denn der Gegner kam zum Ausgleich. Im Mittelfeld kann der Pass in die Spitze nicht verhindert werden und der Schuss vom gegnerischen Stürmer rutscht Schlussmann Robin Voigt sehr unglücklich durch Hände und Beine. Nach kurzem Schütteln ging es bei den Hausherren aber rasch wieder nach vorn und durch sehr gutes Nachsetzen am Strafraum durch Jonas Schurzmann landete der Ball wieder bei Ahrend Kullrich, der dieses Mal erfolgreich war und Seehausen wieder in Führung brachte. Die letzten Minuten der erste Halbzeit gehörten dann jedoch abermals den Gästen. Durch mehrere Ecken wurde es hinten brenzlig, doch man warf sich gut dazwischen und konnte mit der knappen Führung in die Unterbrechung gehen.

In der Pause gab es dann die ersten Wechsel. Cassandra Lange und Marcel Asli rückten für Lucas Pieper und Daniel Ruppel auf deren Positionen. Dann begann auch schon die zweite Spielhälfte, die nichts für schwache Herzen, also für meines (!!!), war. Ab Mitte der Halbzeit wurde es dramatisch. Cassandra Lange setzte sich auf der linken Seite bis in den Strafraum durch und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Franz Wolf locker zum 3:1 für Seehausen. Danach hatte man erneut die Möglichkeit noch weiter in Führung zu gehen, doch Ahrend Kullrich zögerte zu lange beim Schuss und auch der mitgelaufene Franz Wolf kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball. Trotzdem lag man noch mit zwei Toren in Front und das sollte doch eigentlich Ruhe in das Spiel bringen… Denkste, denn jetzt kam der Schiedsrichter ins Spiel. Nach einem Freistoß des Gegners schlug Marc Süptitz an den Ball und wollte klären, doch die Pille landete bei Robin Voigt und es gab Freistoß im Fünfmeterraum. Alle Seehausener Spieler nun auf der Linie positioniert, rannten auf den Schützen und blockten den Ball und die Situation blieb ohne Folgen für die Gastgeber. Kurz drauf musste Philipp Burke ausgewechselt werden und ab da war keine Ordnung und Ruhe mehr im Seehausener Spiel. Es folgte der nächste komische Pfiff des Unparteiischen, der zum Freistoß an 16er für die Gäste führte. Der Schuss landete vom Pfosten springend im Gesicht des Torhüters und anschließend im Tor zum 3:2 Anschluss für den KSC. Jetzt wackelte man in der Defensive und der unfassbare Ausgleich für die Gäste war die Folge. Knapp drei Minuten vor dem Ende dann der nächste geschenkte Freistoß für den Gegner. Der Schuss, wie sollte es auch anders sein, landete unhaltbar für Robin Voigt im Winkel und nun lag man mit 3:4 hinten! Der Schiedsrichter zeigt drei Minuten Nachspielzeit an. Die Gäste wechseln zwangsweise den Hüter, der für den Gang vom Platz ordentlich Zeit benötigt. Schon nach der Führung sorgte der Spieler für ordentlich Zeitspiel, also er für das Holen der Bälle aus dem Gebüsch doch erstaunlich viel Zeit benötigte – auch nicht gerade Fairplay! Nun blieb Seehausen natürlich nichts anderes übrig als alles nach vorn zu werfen und man kam sogar zum Ausgleich… dachte man, den der Schiedsrichter sah das anders. Was war passiert? Ein Schuss landet an der Latte, sprang vor das Tor, vor schließlich nach einigem Stochern Franz Wolf ins leere Tor einschieben kann. Zeitgleich soll jedoch Justin Hauschild auf den Hüter der Gäste gefallen sein und diesen behindert haben. Also kein Tor, wenig später der Abpfiff und eine richtig bittere Niederlage für die Hausherren!

Schade, Schade… Wieder konnte man sich trotz guter Leistungen nicht belohnen. Statt zwischenzeitlicher 4:1 Führung eine 3:4 Niederlage. Wir müssen unsere Chancen einfach rein machen und die Ordnung bei den Positionen besser halten, da brauchen wir uns auch am Ende nicht über den Schiedsrichter aufregen. Aber was soll’s? Kopf hoch, ihr wart auf jeden Fall viel besser, als noch am Dienstag, so muss es weitergehen!

Enrico Wirth

Startaufstellung
Trikotnummern
1 Robin Voigt 8 Daniel Ruppel 15 Marc Süptitz
2 Justin Hauschild 10 Philipp Burke (MK) 16 Ahrend Kullrich
3 Cassandra Lange 11 Jonas Schurzmann 18 Lukas Becker
4 Lucas Pieper 12 Franz Wolf 19 Marcel Asli
5 Tom Just    
Spielstatistik
Torreihenfolge
1:0 Justin Hauschild (17.) 3:2 Knautkleeberg (57.)
1:1 Knautkleeberg (22.) 3:3 Knautkleeberg (59.)
2:1 Ahrend Kullrich (26.) 3:4 Knautkleeberg (68.)
3:1 Franz Wolf (per Strafstoß) (53.)  
Einwechselung Minute Auswechselung
3 Cassandra Lange (36.) 4 Lucas Pieper
19 Marcel Asli (45.) 8 Daniel Ruppel
Bilder